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Ladeadapter für das HP Touchpad
By oliver | Februar 7, 2013
Das Touchpad ist ja eigentlich ein geniales Teil:
10-Zoll-Display im 4:3 Format, reichlich Speicher (wenn man nicht gerade ein 16GB-Modell hat), flotte DualCore-CPU und – dank Dualboot mit Android – das Beste aus zwei Welten.
Einziger Wermutstropfen ist, dass das Touchpad zum Laden 2A Ladestrom braucht. Das mitgelieferte Netzteil liefert natürlich ausreichend Strom – Netzteile und KFZ-Adapter von Drittanbietern funktionieren seltsamerweise nicht; selbst wenn sie deutlich mehr als die geforderten 2A liefern können. Das Touchpad akzeptiert sie einfach nicht und lädt nur mit 1A, was im Betrieb kaum ausreicht, um den Stromhunger des Tablets zu stillen. An ein vernünftiges Aufladen des Akkus ist damit nicht zu denken.
Findige Leute haben dann herausgefunden, dass es an der Beschaltung des USB-Anschlusses im originalen Netzteil liegt. Dort müssen zwischen den Datenleitungen Widerstände eingelötet sein, die dem Touchpad dadurch signalisieren, dass ein Netzteil angesteckt ist, dass die erforderlichen 2A auch tatsächlich liefern kann.
Um einen KFZ-Ladeadapter zu realisieren gibt es folglich zwei Möglichkeiten: Man öffnet das Ladegerät und lötet die erforderlichen Widerstände direkt ein (schwierig) oder man bastelt sich einen Zwischenstecker (weniger schwierig).
Nach Beschaffung der Einzelteile habe ich dann schnell festgestellt, dass meine nie stark entwickelten Lötkünste nicht mehr zu gebrauchen sind…
Aber zu meinem großen Glück kenne ich da jemanden, der nicht nur hervorragende PalmOS- und WebOS-Programme entwickelt, sondern nebenbei auch gut mit dem Lötkolben umgehen kannÂ
Das Endprodukt seiner Bemühungen kann sich jedenfalls sehen lassen:
Wie man sieht, ist der technische Aufwand nicht sonderlich hoch. Wenn man löten kann…
Ich hatte noch zwei Gehäuse von zwei USB-Sticks in meinem Fundus, die schon lange das zeitliche gesegnet hatten. Mit etwas Heißkleber und einem Skalpell konnte ich den Adapter in eines dieser Gehäuse einbauen (Das zweite hat sein Leben für die Wissenschaft geopfert). Dadurch bekommt der Adapter auch die nötige mechanische Stabilität, um im Alltag dauerhaft überleben zu können.
Einsatzbereit sieht das Ganze dann so aus.
Auf der Rückseite habe ich einfach ein kleines Stück Plastik aus dem Gehäuse geschnitten, um Zugang zur USB-Buchse zu bekommen.
Nicht ganz so elegant, aber für meine Zwecke reicht diese Konstruktion voll und ganzÂ
Danke an @Metaview fürs Löten. Ohne Dich hätte ich vermutlich alle angeschafften USB-Stecker und -Buchsen kaputtgelötetÂ
[Update]
Auf vielfachen Wunsch hab’ ich mal einen “Schaltplan” gemalt:
Auch dieses Mal ohne Gewähr und jegliche HaftungÂ
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Alle Inhalte auf dieser Seite Copyright Oliver W. Leibenguth
Topics: Zubehör | 3 Comments »
Februar 7th, 2013 at 11:01
@compuseum Klasse Ding! Aber ich wäre auch zu Löt-Behindert dafür 😉
Februar 9th, 2013 at 20:10
Und nu tuste da noch ne Portion Heißkleber drauf und fertig ist das 😉
oder auch nen schönen zwei komponenten Kunststoff wenns etwas feiner sein darf
November 28th, 2013 at 23:50
Hallo!
Kannst Du mir auch die Belegung und die Bauteilspezifikation zukommen lassen?
Vielen Dank!
Christian