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PDA Nr. 280: Sony Mylo COM-1

By oliver | November 7, 2012

Nachdem Danger mit dem Hiptop/Sidekick schon ein paar Jahre recht erfolgreich war, versuchte man es bei Sony 2006 mit dem mylo, in diesem Marktsegment Fuß zu fassen.

Ein kleines, schnuckeliges Gerät, mit einen recht kleinen QVGA-Display, einer Freescale-CPU (i.MX21 – die gleiche CPU wie im Janam XP20/XP30), ein bisschen internem Speicher, einem MemoryStick-Slot und WLAN.

Ähnlich wie bei den Hiptops hat auch der Mylo eine Hardware-Tastatur, auf einen aufwändigen Drehmechanismus wie bei den Hiptops wurde aber verzichtet; hier wird das Display einfach nach oben geschoben. Die Tastatur ist sehr gewöhnungsbedürftig; hat zwar einen recht guten Druckpunkt, aber so flache Tasten, dass das Tippen unangenehm ist. Außerdem liegen die Funktionstasten, mit denen man die zusätzlichen Zeichen auf jeder Taste erreichen kann, über alle vier Ecken der Tastatur verteilt – was die Lernkurve unnötig steil macht.

Neben der für ein Online-Gadget üblichen Software (Messenger, Skype, GTalk, Opera als Web-Browser) gibt es einen einfachen Texteditor, einen Bild- und Video-Anzeiger, sowie einen ganz passablen Audioplayer (der neben mp3 auch DRM-geschützte WMA-Dateien und Sonys eigenes ATRAC3-Format abspielen kann).

An der Vorderseite des Mylos sind auch gleich ein paar Tasten zur Steuerung des Players eingebaut. Dadurch muß man das Gerät nicht immer erst einschalten, wenn man nur schnell zum nächsten Lied springen will.

Sony schafft es aber schnell, den guten Eindruck durch eine proprietäre Headset-Buchse zu verderben. Zur Ehrenrettung sei aber auch erwähnt, dass es Adapter gibt (Sony DRC-1DF), mit denen man auch gute Kopfhörer an den Mylo anschließen kann.

Die weißen Ringe an den Seiten des Mylos erfüllen auch eine Funktion. Zum einen sind links der An-/Aus- und der WLAN-Schalter darin verborgen, zum anderen leuchtet der rechte Ring blau auf, wenn eine WLAN-Verbindung besteht. Unnötig, aber schick 

 

Das Hauptproblem des Mylo, was ihm vermutlich auch das Genick gebrochen hat, sind seine Online-Fähigkeiten. Genauer gesagt, das Fehlen von Online-Fähigkeiten:

„Mylo“ ist die Abkürzung von „My Life Online“ und suggeriert ein Gerät, mit dem man immer und überall online sein kann. Funktioniert aber leider nicht, da es außer WLAN keinerlei Verbindungsmöglichkeiten gibt. Kein GSM, kein CDMA, nicht einmal Bluetooth wurde dem Mylo mit auf den Weg gegeben. Dieses Konzept mag in Ländern funktionieren, in denen flächendeckend freie WLAN-Netze zur Verfügung stehen – Deutschland gehört aber auch 2012 eindeutig nicht dazu, dadurch war der Marktanteil im Vergleich zum Hiptop und dem (ebenfalls 2006 auf den Markt gekommenen) Ogo wohl eher bescheiden.

 


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Alle Inhalte auf dieser Seite Copyright Oliver W. Leibenguth

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