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PDA Nr. 279: Intermec 6651

By oliver | Oktober 20, 2012

Zur letzten Jahrtausendwende, als Windows CE noch auf jedem zweiten PDA vertreten war, teilte sich die Welt in handliche Geräte, P/PC (Pocket PC) genannt, und kleine Subnotebooks, die H/PC (Handheld PC) genannt wurden.

Einer der herausragendsten Vertreter der H/PC-Gattung war der Intermec 6651:

Kaum größer als eine Videokassette war der 6651 zu der Zeit an der Spitze des technisch mach- und bezahlbaren:

Kompaktes Gehäuse, 32 MB Ram, schnelle MIPS-CPU, eine Digitalkamera und ein 7-Zoll-TFT-Display mit einer Auflösung von 800*480 Pixeln!

in 7-Zoll-TFT-Display mit dieser Auflösung war damals eine echte Revolution. Es gab zwar schon H/PCs mit größeren Displays (zB den Compaq Aero 8000); die hatten aber alle nur ein DSTN-Display zu bieten. TFT-Displays waren damals selten und vor allem sehr teuer. (Wer hätte damals schon gedacht, dass sowohl die Displaygröße als auch die Auflösung 10 Jahre später wieder populär werden sollte…)

Weiteres Highlight des Intermec 6651 ist das Scharnier, das Ober- und Unterteil zusammenhält:

Durch die Scharnierkonstruktion ist es möglich, das Display komplett auf die Rückseite des Gerätes zu klappen, wodurch man praktisch einen Tablet-PC in der Hald hält. Über eine der Softkeys am Rande des Displays lässt sich der Displayinhalt im 180 Grad drehen und die Tastatur, die ja nun auf der Unterseite liegt, abschalten.

In diesem zentralen Scharnierteil ist zusätzlich eine schwenkbare VGA-Kamera verbaut. Diese lässt sich entweder, wenn man den Intermec 6651 als Tablet verwendet, als normale Rück-Kamera verwenden (dazu gibt es auch eine zusätzliche Auslösetaste neben dem Display) oder man verwendet sie, nach vorne gerichtet, als Webcam.

Die Bildqualität geht für 2001 in Ordnung, reißt aber niemanden vom Hocker. Vorinstalliert ist außerdem eine Video-Software, die Mpeg4-Videos aufzeichnen kann – leider nur mit maximal 320*240 Punkten.

Etwas seltsam gelöst ist die Position des wechselbaren Akkus. Da an der Rückseite (auch bedingt durch das aufwändige Scharnier) keine Platz für einen Wechselakku war, wanderte dieser nach vorne vor die Tastatur und dient dort zusätzlich als kleine Handballenauflage.

 

Der Intermec 6651 wurde übrigens nicht von Intermec selbst gebaut. Das Gerät ist eigentlich ein Sharp Telios HC-7000, der aber offenbar nur in Japan verkauft wurde. In Nordamerika und Europa hat sich Intermec offenbar die Verkaufsrechte gesichert und den H/PC unter eigenem Namen (ansonsten aber unverändert) auf den Markt gebracht.

 


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Alle Inhalte auf dieser Seite Copyright Oliver W. Leibenguth

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