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PDA Nr. 353: Kreyos Meteor

By oliver | Mai 14, 2016

Die Kreyos Meteor… Eine (theoretisch) großartige Smartwatch und ein Paradebeispiel für das Scheitern eines Crowdfundingprojektes.

Kreyos Meteor Vorderseite

Bevor der Run auf Smartwatches so richtig losging und die Pebble gerade frisch auf dem Markt war erschien die Kreos Meteor auf einer Crowdfunding-Plattform. Versprochen wurde viel: 6-Achsen Neigungs- und Beschleunigungssensoren, eine Freisprechfunktion, ANT+-Unterstützung, Sprach- und Gestensteuerung, eine Akkulaufzeit von 7 Tagen und Sync-Software für Android, iOS und Windows-Phone.

Kreyos Meteor Armband

Die Uhr war zumindest mechanisch ganz gut konstruiert und konnte mit einem Armband, einem Gürtelclip oder einem Band um den Hals getragen werden. Das Armband ist aus extrem weichem Silikon hergestellt und trägt sich dadurch sehr bequem, ist aber ein extremer Staubmagnet…

Kreyos Meteor Rückseite

Kreyos Meteor Ladekabel

Geladen wird die Uhr über ein spezielles Ladekabel und Pogo-Pins auf der Rückseite der Uhr.

Leider stand das ganze Projekt unter keinem guten Stern. Es gab Verzögerungen bei der Entwicklung, Verzögerungen bei der Produktion etc.pp. Letztendlich wurden gerade einmal 5000 Uhren produziert und an einen Teil der Unterstützer ausgeliefert.

Kreyos Meteor Gürtelclip

Die Unterstützer, die bis zum Ende durchgehalten haben, bekamen als Bonus einen grauen Gürtelclip zu der Uhr.

Nach Auslieferung der ersten (und letzten) 5000 Uhren stellte die Firma Kreyos den Geschäftsbetrieb ein und lies die Katze aus dem Sack: Die Uhr wurde komplett von einer Chinesischen Firma (Viewcooper) entwickelt und hergestellt. Kreyos war praktisch nur ein Stohmann, der nur für die FInanzierung und das Marketing zu sorgen hatte, mit der Entwicklung der Uhr und der zugehörigen Software aber nichts zu tun hatte. Als sich dann die Probleme mehrten und der chinesische Hersteller nicht nachbesserte, zerplatzte der Traum von der tollen Smartwatch wie eine Seifenblase.

Die Uhr an sich funktioniert leidlich, sofern man die Syncsoftware hat und die BT-Verbindung zur Uhr funktioniert.

Kreyos Meteor Hardreset

Dummerweise gibt es keine offizielle Downloadmöglichkeit mehr – und selbst wenn man die original Software besitzt, scheitert der Setup der Uhr daran, dass man den (zwingend erforderlichen) Account bei Kreyos nicht mehr anlegen kann, da die Server nicht mehr existieren  Zum Glück gibt es eine gepatchte Version der Android-Software, aus der diese Zwangsregistrierung entfernt wurde. Aber selbst mit funktionierender Software bleibt die Uhr weit hinter den Erwartungen zurück: Die Software ist lahm und instabil, die BT-Verbindung bricht ständig ab (was sich oft nur durch einen Hardreset der Uhr wieder richten lässt), es ist nur ein 3-Achsen-Neigungssensor verbaut, der Activity-Tracker trackt nach dem Zufallsprinzip, die Uhr vergisst hin und wieder die Uhrzeit, die Akkulaufzeit liegt unter halb eines Tages und wasserdicht ist sie auch nicht.

Letztendlich ist die Kreyos Meteor vermutlich die schlechteste Smartwatch, die man für (viel) Geld kaufen konnte. Jede chinesische 25-Euro-Smartwatch kann mehr und ist zuverlässiger…


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Alle Inhalte auf dieser Seite Copyright Oliver W. Leibenguth

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