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Dummy Nr. 31: HP Omnigo 700LX

By oliver | January 22, 2012

Kurz nach veröffentlichung des legendären HP 200LX kam dieses Monster als Kooperation zwischen HP und Nokia auf den Markt:

Das Palmtop-Innenleben wurde mehr oder weniger 1:1 vom 200LX übernommen, Gehäuse und das angedockte Telefon stammten jedoch von Nokia.

Clevererweise kann man das angedockte Telefon (ein Nokia 2110) vom Palmtop trennen, wenn man mal telefonieren muß. Sich so einen Klotz ans Ohr zu halten, wäre sogar heutzutage (zu Zeiten eines Samsung Galaxy Note) etwas peinlich.

Aufgeklappt erwertet uns das vom 200LX gewohnte Bild: Ein aufgeräumter “Launcher” (Hier im Dummy natürlich nur eine bedruckte Plastikplatte) und die kleine, aber sehr gut bedienbare Tastatur.

Im 700LX steckt ein, gegenüber dem 200LX erweiteres Rom, in dem einige zusätzliche Programme stecken, die Online-Fähigkeiten des 700LX unterstützen.

Die Verbindung zum Telefon wurde übrigens recht exotisch gelöst: Im Inneren befindet sich ein zweiter (von außen nicht zugänglicher) PCMCIA-Slot, in dem eine Nokia Datacard steckt, die die Verbindung zum Telefon herstellt.

 

Zum Gehäuse gibt es noch eine kleine Anekdote:

Ursprünglich war beim 700LX links neben der Tastatur eine Erdkugel eingraviert:

Offenbar haben ziemlich viele Leute diese Gravur nicht als Erdkugel erkannt und sich bei HP über das “verätzte” Gehäuse beschwert. Resultat war, dass die später produzierten Geräte so aussahen:

Die Sterne auf der Displayumrandung konnte aber offenbar jeder erkennen – diese sind auch auf den späteren Modellen zu finden.

 

Ich habe mittlerweile drei Exemplare:

Den hier gezeigten Dummy ganz links, einen “echten” 700LX ganz rechts (neueres Modell ohne Erdkugel) und einen frühen Gehäuseprototypen, der sich in einigen kleinen Details von den Verkaufsversionen unterscheidet, in der Mitte.

HP war mit der Markierung der Prototypen übrigens recht lax:

Ein einfacher Aufkleber auf dem Gehäuseboden musste da reichen 

 

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PDA Nr. 262 – LG Phenom

By oliver | January 22, 2012

Damals, als die ersten PDAs mit WinCE aufkamen, dauerte es auch nicht lange, bis man versuchte, größere Geräte mit Tastatur und WinCE (“HPC” genannt) zu bauen. Heraus kamen geschrumpfte Notebooks mit einem OS, das zumindest optisch an Windows95 erinnerte. Man hatte unterwegs also die Illusion, an einem vollwertigen Windows-Rechner zu sitzen.

Der Phenom von LG war (nach den ersten HP-Palmtops mit WinCE) einer der ersten Vertreter dieser PDA-Gattung.

Optisch ein recht großer Klotz in Format einer Videokassette.

Die technischen Daten waren seinerzeit recht beachtlich: Hitachi SH3-CPU mit stattlichen 80Mhz (bei der Konkurrenz kam diese CPU meistens mit 40 oder 60 Mhz zum Einsatz), Graustufendisplay mit 640*240 Pixeln, 8 MB Ram, eine einigermaßen brauchbare Tastatur und Slots für PCMCIA-II- und CompactFlash-Karten.

Hier sieht man die beiden Kartenslots: vorne CompactFlash, rechts PCMCIA. Mit einer passenden Netzwerkkarte (passend im Sinne von “es gibt Treiber für WinCE”) war das Teil sogar halbwegs internettauglich; die Pocket-Versionen von Outlook und dem Internet-Explorer sind zumindest schonmal installiert…

Lustiges Feature waren diese beiden ausklappbaren Stützen, die ein Kippeln des Gerätes verhinderten, wenn man auf dem Touchscreen herumgetippt hat.

 

Letztendlich ein schickes Gerät – aber irgendwie konnten sich die HPC irgendwie nicht durchsetzen und verschwanden nach 1-2 Jahren, während sich die PDAs bis zum Siegeszug der Smartphones behaupten konnten.

 

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kapazitive Wollhandschuhe

By oliver | January 8, 2012

Mit neuen Smartphones kommen – neben vielfältigen nützlichen Sachen – auch neue Probleme ins Haus. Die guten alten Treos konnte man auch bei widrigsten Witterungsverhältnissen mit Stylus oder Tastatur bedienen, aktuelle Smartphones ohne Hardwaretasten und mit kapazitiven Touchscreens zeigen sich da unter Umständen schon mal unkooperativ – insbesondere im Winter, wenn man Handschuhe trägt.

Schuld daran sind die kapazitiven Touchscreens, die einen physischen Kontakt zwischen Finger und Touchscreen benötigen. Handschuhe stellen da eine unüberwindliche Hürde da: Man muss zB. wenn das Telefon klingelt, entweder einen Handschuh ausziehen oder den Anruf mit der Nase auf dem Display annehmen. Ersteres dauert (zu) lange; letzteres sieht ausgesprochen dämlich aus.

Als Abhilfe gibt es seit einiger Zeit Handschuhe, in deren Fingerkuppen elektrisch leitende Drähte eingewebt sind und dadurch den Kontakt zwischen Finger und Display herstellen.

Ich hab’ mir jetzt auch mal so ein paar Handschuhe zugelegt; auch wenn ich normalerweise eher selten Handschuhe trage. Aus diesem Grund habe ich auch nicht gleich welche von zB. Northface für 30 Euro angeschafft, sondern für sagenhafte 1,50 Dollar bei eBay zugeschlagen (Danke an @aretiss für den Tip):

Touchscreen-Handschuhe

OK, schön ist anders, sonderlich flauschig sind die Handschuhe auch nicht… aber sie funktionieren. Und für 1,50 Dollar darf man wohl auch kein Kaschmir erwarten ;-)

Jetzt muss es eigentlich nur noch mal so richtig kalt werden, damit ich die Handschuhe mal unter realistischen Bedingungen testen kann…

 

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PDA Nr. 261 (Palm Nr. 147): Sony Clie PEG-NX70 gunmetal grey

By oliver | January 8, 2012

Den Sony NX70 gab es in zwei Ausführungen:

einmal die bekannte silberne Version und einmal die seltene Variante in “gunmetal grey”, die es offenbar nur in kleiner Auflage (angeblich nur 500 Exemplare) in den USA und Japan gab.

NX70 silber & NX70 gunmetal

Die optischen Unterschiede beschränken sich auf die Gehäusefarbe…

(das silberne Vergleichsgerät ist natürlich kein NX70 sondern ein NX60 – der ist, bis auf die hier fehlende Kamera – aber mit dem NX70 identisch)

NX70 gunmetal geschlossen

NX70 gunmetal offen

NX70 gunmetal umgeklappt

 

 

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Jahresrückblick 2011

By oliver | December 31, 2011

Es ist mal wieder so weit, das (fast) vergangene Jahr Revue passieren zu lassen.

Viel ist passiert, in den vergangenen 12 Monaten – vieles davon habe ich vorausgeahnt, mit einigen Ereignissen hätte ich so nicht gerechnet.

Im Februar wurden endlich die heißersehnten Nachfolger des Palm Pre/Pre+/Pre2 vorgestellt: Der/das Veer, der Pre³ und das sehnsüchtig erwartete 10″-Tablet. In den offiziellen Verkauf sollten die Geräte im Sommer 2011 kommen – doch so weit kam es nicht mehr. Im August kam der Offenbarungseid und HP verkündete der staunenden webOS-Userschaft, dass man zum Jahresende sämtliche Aktivitäten im Bezug auf webOS einstellen werde. Da die Verkaufsstarts von Veer, Pre³und Touchpad quasi vor der Tür standen, befürchtete ich gleich, dass (wie damals beim Palm Foleo und einigen anderen Palm-Prototypen) wieder mal eine Menge fertiger Geräte in die Schrottpresse wandern sollten.

Doch da sollte ich zum Glück unrecht behalten: Ein paar Tage später wurden in einem Firesale sämtliche Lagerbestände verramscht. Der Ansturm auf den Onlineshop von HP war so groß, daß die Server unter der Last zusammengebrochen sind und über Stunden nicht erreichbar waren. Ich habe beim Firesale kein Gerät kaufen können, hatte aber ein paar Tage später Glück und konnte mich bei einem Elektro-Discounter mit einigen Geräten (Veer und Pre³, ein Touchpad besitze ich bis heute nicht) eindecken.

Mit dem Pre³ bin ich (was mich selbst überrascht hat) nicht warm geworden: Das Update auf webOS 2.x brachte für mich mehr Nach- als Vorteile auch das Fazit, dass ich im September gezogen habe, ist nach wie vor aktuell:

Im Vergleich zum Pre- ist der Pre³ ein Hammergerät. *SO* hätte der Pre- vor zwei Jahren aussehen müssen, dann hätte die Zukunft von webOS bedeutend rosiger ausgesehen. Nach etwas mehr als einer Woche mit dem Pre³ fällt mein persönliches Fazit aber recht ernüchtert aus:

Während der AppCatalog für das Touchpad praktisch explodiert, dümpeln die Veröffentlichungen für den Pre³ gerade mal eben so vor sich hin. Hier und da wird mal eine App an die höhere Auflösung angepasst, das war’s aber auch schon. Wo sind die Apps, die die Möglichkeiten des Pre³ nutzen? Wo sind die Apps, die die Frontkamera nutzen? Wo sind die, die den magnetischen Kompass verwenden? Wo sind Apps, die die Möglichkeiten der Kamera ausschöpfen? usw usf. Zur Zeit bleibt der Pre³ jedenfalls meilenweit hinter seinen Möglichkeiten (und meinen Erwartungen) zurück. Ob sich daran in der Zukunft was ändern wird, ist mehr als ungewiss – so wie ganz allgemein die Zukunft von webOS in den Sternen steht.

Geändert hat sich, wie befürchtet, nichts – das einzige webOS-Gerät, das ich noch gelegentlich benutze, ist mein alter Pre- mit webOS 1.4.5.

Genau in diesem persönliche webOS-Tief kam ein verlockendes Angebot von Tamspalm.de: Ich sollte das brandneue HTC Evo 3D zwei Wochen lang testen und einen Review über meine Erfahrungen schreiben. Ein Android-Handy? Ausgerechnet mir? Naja, was hatte ich schon zu verlieren – von webOS war ja keine Überraschung zu erwarten. Ich habe mich mit dem Evo herumgeschlagen und mich mit Android auseinandergesetzt, Vergleiche mit webOS angestellt, Für und Wider abgewägt, wieder herumgetestet, Programme installiert und wieder verworfen und dann festgestellt, dass ich den Pre eigentlich nur noch für Vergleichstests mit dem Evo in die Hand genommen habe. Letztendlich habe ich nach gut einer Woche ein HTC Sensation (praktisch ein Evo 3D ohne 3D-Kamera) bestellt – webOS war zu diesem Zeitpunkt schon ein Kapitel aus der Vergangenheit; nur meine Tochter benutzt noch ein Veer.

Tja, jetzt habe ich ein Android-Smartphone und bin mal gespannt, was 2012 so alles passieren wird. Google wird ja hoffentlich nicht so schnell in den Sack hauen wie HPalm 

 

Kommen wir zum Unvermeidlichen; den Zahlen für 2011:

- 42 Blog-Postings (pikanterweise habe ich das Jahr 2011 blogmäßig mit einem iPhone 4 begonnen…) sind es geworden – dabei sind etliche Postings über Geräte und diverses Zubehör und Palm-Devotionalien noch in der Pipeline und werden wohl erst 2012 fertig werden.

- Die Sammlung ist um 29 PDAs angewachsen. Richtige Highlights waren dieses Jahr nicht dabei; höchstens der Acer S60 fällt in die Kategorie “Hard to get”. Darüber hinaus habe ich einen vollständigen Palm-Pre-Werbeaufsteller bekommen und wurde mit tollem Palm-Merchandise versorgt.

- Was ich auch jedes Jahr wieder gefragt werde: Das HTC Sensation mitgerechnet waren es dieses Jahr knapp 1050 Euro (plus ein paar Taler für KFZ-Halter, Ladegeraffel und Taschen).

 

Pläne für nächstes Jahr:

- endlich mal mit der eigentlichen Homepage in die Hufe kommen (das sag’ ich afair jetzt schon im dritten Jahr)

- Hoffen, dass das tot geglaubte und spontan wiederauferstandene Forum weiter wächst und gedeiht

- Weiterhin viel Zeit in meine Sammlung investieren und die paar verbliebenen Palm-Lücken schließen (und evtl. auch ein paar HP-Lücken)

- beruflich etwas kürzer treten (aber das ist eine andere Geschichte für einen anderen Blog)

- … keine Ahnung, ich lasse mich überraschen 

 

 

So, und jetzt macht die Kiste mal aus, trefft Euch mit Freunden und lasst es krachen. Wir lesen uns nächstes Jahr 

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