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PDA Nr. 334: Motorola Moto 360

By oliver | Februar 11, 2015

Die Moto 360 ist vermutlich aktuell die schönste Smartwatch, die Android Wear als Betriebssystem hat. Wie im vorherigen Post schon angesprochen, gibt es diverse Smartwatches – darunter auch noch eine weitere mit rundem Display – die zumindest optisch nicht an die Moto 360 herankommen.

Schon die Verpackung stimmt auf das ein, was sich darin verbirgt. Eine runde Smartwatch gehört selbstverständlich auch in eine runde Verpackung (Die runde LG steckt hingegen in einer rechteckigen Schachtel).

Moto 360 Verpackung

Das TFT-Display ist mit 1,6 Zoll angenehm groß und hat mit 320 * 290 Pixeln eine ausreichend hohe Auflösung. Wie man auf den Fotos erkennen kann, ist das Display nicht komplett rund sondern hat unten einen schwarzen Bereich. In diesem sitzt die Displayelektronik und ein Helligkeitssensor. Die ebenfalls runde LG Watch R hat hingegen ein (kleineres) komplett rundes Display. Dafür ist der Rand um das Display bedeutend breiter – man hatte also deutlich mehr Platz, die Displayelektronik zu verstauen. Mit etwas Geschick lassen sich für die Moto 360 aber Watchfaces finden (oder selbst gestalten), bei denen der blinde Bereich (fast) nicht auffällt.

Die Moto 360 wird durch den schmalen Rand klar vom Display dominiert und sieht dadurch sehr elegant und unaufdringlich aus. Abhängig vom Zifferblatt sieht man ihr nicht direkt an, dass sie eigentlich ein Spielzeug für Nerds und Geeks ist 

Moto 360 Watchface 1

Minimalistisch…

Moto 360 Watchface 2

… oder elegant – alles ist möglich.

Großartig gelöst ist das Laden des Akkus: Wo alle anderen Smartwatches auf einen MicroUSB-Anschluss oder Ladeschalen mit Pogo-Pins setzen, hat die Moto 360 eine QI-Spule verbaut und lässt sich somit drahtlos aufladen. Dazu liegt der Uhr eine schicke Ladeschale bei, auf die man die Uhr bequem ablegen kann.

Moto 360 Dock 1

Während des Ladevorgangs wird die Uhrzeit und der aktuelle Ladestand angezeigt:

Moto 360 Dock 2

Es ist natürlich nicht alles Gold was glänzt und dass bei der ersten runden Smartwatch alles perfekt ist hat jeder gehofft, aber eigentlich nicht geglaubt. Jedenfalls hat die Moto auch ein paar Leichen im Keller:

Ich will jetzt nicht von veralteten Prozessor der Moto und der vermeintlich schlechten Akkulaufzeit anfangen – das sind Dinge, die man im Alltag wenig bzw. gar nicht spürt – zumal der Unterschied zu einem gedrosselter Snapdragon 400 im Singlecorebetrieb nicht dramatisch ist. Ich komme mit einer Akkuladung problemlos über den Tag, die Uhr hat keine spürbaren Hänger oder Pausen und alles, was Android Wear kann, funktioniert ebenso gut oder schlecht wie auf allen anderen Smartwatches.

Was mir missfällt ist das Armband. Dieses ist aus hochwertigem (wenn man der Wikipedia und dem Hersteller selbst glaubt) Horween-Leder hergestellt, hat aber bereits nach ein paar Tagen recht unschöne Knicke entwickelt. Insbesondere das Endstück des Armbandes, dass beim An- und Ausziehen der Uhr am meisten beansprucht wird, zeigte schon nach kurzer Zeit arge Nutzungsspuren.

Moto 360 Armband

Erste Abhilfe habe ich durch Montage einer Kippfaltschließe geschaffen – dadurch lässt sich das Armband schneller und auch materialschonender schließen. Mittelfristig werde ich aber wohl auf ein Metallarmband umsteigen (spätestens dann, wenn es das Originalarmband der Moto 360 bei uns zu kaufen gibt).

Moto 360 Kippfaltschließe

Dies führt auch gleich zum zweiten, gravierenden Problem:

Der Boden der Uhr ist nicht aus Edelstahl sondern aus Kunststoff hergestellt. Das ist prinzipiell nicht schlimm – übel wird es aber, wenn das Armband aufgrund seiner Position an der Uhr druck auf den – sagen wir mal – ungeschickt geformten Boden ausübt. Ich habe einen Handgelenksumfang von rund 20cm; trotzdem wird das Armband weit genug nach unten gebogen, um deutliche Druckstellen vom Boden der Uhr zu bekommen. Bei dünneren Armen und damit stärkerer Biegung des Armbandes wird automatisch mehr Druck auf den Boden der Uhr ausgeübt, was in zahlreichen Fällen schon zu Rissen oder gar Brüchen im Boden geführt hat.

Moto 360 Rückseite

Deshalb ist die Wahl eines Metallarmbandes auch nicht einfach, da das erste Glied des Armbandes so beschaffen sein muss, dass es nicht mit dem Boden der Uhr kollidiert.

 

Aber ich will hier nicht auf vergleichsweise hohem Niveau jammern; die Moto 360 war die erste Smartwatch mit rundem Display – da weiß man als „early adopter“ ja eigentlich, auf was man sich einlässt. Ich bin mit der Uhr jedenfalls weitestgehend zufrieden und erfreue mich täglich daran 

 

In einem der nächsten Posts werde ich mich ausführlich mit der Software befassen.

To be continued…

 

P.S.: Zum Abschluss noch ein kleines Video der Boot-Animation:

 


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Alle Inhalte auf dieser Seite Copyright Oliver W. Leibenguth

Topics: neuer PDA | 1 Comment »

One Response to “PDA Nr. 334: Motorola Moto 360”

  1. Jahresrückblick 2015 | Olivers virtuelles PDA-Museum Says:
    Dezember 31st, 2015 at 16:11

    […] Highlight war wohl der Kauf der Moto 360 (darüber habe ich ja einiges geschrieben). Auch wenn eine Smartwatch nach wie vor nur ein schickes […]

Comments

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