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Von einem der auszog eine Smartwatch zu kaufen…

By oliver | Januar 31, 2015

Schon längere Zeit, genau genommen seit dem Erscheinen der Samsung Galaxy Gear, ist der Wunsch nach einer Smartwatch wieder in mir gewachsen. Ich war lange Zeit Nutzer eines WristPDA (erst eine Fossil FX-2001, dann eine Abacus AU-5005 mit dem genialen Akkumod von Mclien, später eine Fossil FX-2008), habe diese aber vor ein paar Jahren in den Ruhestand geschickt. Zum einen, weil ich kein(en) PDA/Smartphone mit PalmOS mehr benutzt habe, mit dem ich die Uhr hätte synchronisieren können und zum anderen, weil die Uhren zwischenzeitlich so selten geworden sind, dass es einer Sünde gleichkommt, sie täglich zu benutzen. 2011 habe ich mir dann einige „normale“ Uhren gekauft, es zwischendurch mal erfolglos mit einer Sony Liveview probiert und auf bessere Smartwatches gewartet.

Mit dem Erscheinen des Galaxy Note 3 hat Samsung dann eine Smartwatch angekündigt: Die Galaxy Gear. Das Ding sah ganz schick aus und wurde in einigen gefälligen Farben angeboten. Zum Glück habe ich mir aber erst einmal ein paar Dummys der Gear besorgt, bevor ich viel Geld für einen Fehlkauf investiert habe. Erste Ernüchterung: Die Gear ist zu klein, bzw. das Armband ist zu kurz. Maximal verlängert hätte die Gear gerade mal eben so an mein Handgelenk gepasst – und das auch nur *hinter* den Handgelenksknochen! Zweites Problem war das nicht wechselbare Armband (die in das Armband eingebaute Kamera und das Mikrofon im Verschluss hätten eine wechselbare Lösung auch sehr aufwändig gemacht), dass an meinem Arm vermutlich nicht lange durchgehalten hätte: Meine Körperausdünstungen sind so aggressiv, dass ein Kautschukarmband nach ca. einem Jahr kaputt ist – Leder oder Edelstahl ist daher alternativlos. Dazu kamen dann Erfahrungsberichte von early adoptern, die der Uhr eine lausige Akkulaufzeit und häufige Probleme mit der Bluetooth-Verbindung zum Telefon attestierten. Das zusammen hat mich dann erfolgreich von einem Kauf abgehalten. Naja, die (mittelmäßig bis schlechte) Kamera im Armband fand ich ja auch ein klein bisschen dämlich. Also wieder warten auf den Nachfolger.

Der ließ nicht lange auf sich warten. Samsung brachte recht schnell ein Fitnessband (Gear Fit) und eine neue Smartwatch (Gear 2 bzw. Gear 2 Neo) auf den Markt. Die Gear 2 war eine gelungene Evolution… vor allem hatte Sie ein wechselbares Armband – wobei das mitgelieferte Armband ein klein wenig länger ist und damit die Gear 2 auch an meinen Arm gepasst hätte. Die unnötige Kamera gab es immer noch, diese wanderte aber ins Gehäuse der Uhr und war damit deutlich weniger prominent (um nicht zu sagen „diskret“) platziert. Zudem kam noch eine Gear 2 Neo auf den Markt – mit weniger hochwertigem Gehäuse aus Plastik und ohne Kamera. Damit war die Gear 2 Neo automatisch das aktuelle Objekt der Begierde und wäre mit Sicherheit meine nächste Smartwatch geworden… Wenn Samsung nicht darauf bestanden hätte, allen Smartwatches Tizen als Betriebssystem einzupflanzen: der Gear 2 ab Werk und der „alten“ Galaxy Gear mit einem Systemupdate, dass das bisher installierte Android ebenfall durch Tizen ersetzte. Tizen ist der Nachfolger von Meego, was wiederum ein Nachfolger von Maemo und damit auch irgendwie ein Erbe von Symbian ist. Sonderlich überzeugt war und bin ich von Tizen nicht; die Softwareversorgung sah auch alles andere als rosig aus. Irgendwie hatte ich keine Lust, schon wieder auf ein halbtotes Betriebssystem zu setzen, und habe den Kauf einer Smartwatch erstmal wieder verschoben.

Bis Google Android Wear angekündigt hat…

Zum Start von Googles eigenem Smartwatch-Betriebssystem gab es gleich zwei Smartwatches, die mit damit ausgeliefert wurden: Die LG Watch und die Gear Live von Samsung. Beide Uhren haben fast identische Hardware (Dualcore CPU, 512 MB Ram, 4 GB Storage) und unterscheiden sich nur in der Displayauflösung und der Akkukapazität. Die LG ist etwas „schlichter“ gestaltet, während die Gear Live dem Design der älteren Gear-Modelle folgt. Erfahrungsberichte von Bekannten, die die LG Watch benutzen, stimmten mich optimistisch, dass da auch was für mich dabei sein könnte.

Dann wurden von Motorola und von LG Smartwatches mit rundem Display angekündigt. Die ersten Fotos der Motorola Moto 360 waren vielversprechend und brachten mich dazu, Geld beiseite zu legen ;-) Das Modell von LG (die „Watch R“) sah auch gut aus und wirkte auf den Pressefotos deutlich sportlicher als die Moto 360. Mit dem Erscheinen beider Uhren wurden auch die Nachteile und Problem der beiden Uhren bekannt: Die Moto 360 hat den vermeintlich schlechteren Prozessor, den schwächeren Akku und kein komplett rundes Display; die Watch R hatte ein deutlich kleineres (dafür aber komplett rundes) Display, und ein äußerst billig anmutendes Gehäuse.

Nicht gänzlich verschweigen möchte ich die anderen „Mitbewerber“:

Da wäre zum einen Sonys „Smartwatch 3“, die durch die Quadcore-CPU technisch etwas weiter vorne liegt, dafür aber nur mit einem Gummiarmband erhältlich war (vor Kurzem wurde die Smartwatch 3 mit einem Edelstahlarmband beworben, wodurch die Uhr deutlich wertiger aussieht). Die Smartwatch 3 hat sich für mich aber dank des unpraktisch platzierten USB-Anschlusses ziemlich schnell disqualifiziert. Ansonsten wäre sie durchaus vor der Watch R in die engere Wahl gekommen.

Recht neu in den Regalen ist die Zenwatch von Asus, die mich aber allein aufgrund des Aussehens schon soweit abgeschreckt hat, dass sie nicht für mich in Frage kommt. Die Technik und die verwendeten Materialien sind sicher edel, meinen Geschmack trifft sie aber nicht.

 

Was dann folgte war eine mehrtägige Odyssee durch diverse Media-Märkte, da ich die Uhren live sehen, in der Hand halten und die Länge der Armbänder testen wollte. Ein quasi blindes Bestellen bei einem Onlinehändler verbot sich, da ich mir immer noch vollkommen unschlüssig war, welche Smartwatch es denn am Ende werden sollte.

• Media Markt Nr. 1 (Pirmasens) hatte keine der der Smartwartches verfügbar
• Media Markt Nr. 2 (Kaiserslautern) hatte eine Smartwatch 3 und eine Wartch R. Auf dem Aufsteller war zwar auch Platz für eine Moto 360, die war aber „gerade weg“ (O-Ton der Verkäuferin). Ob und wann Ersatz käme, konnte oder wollte mir die Dame nicht sagen. Immerhin konnte ich die Smartwatch 3 und die Watch R recht schnell disqualifizieren. Die Smartwatch 3 hatte Gehäuse und Armband aus Gummi (nicht mein Ding) und den Ladeanschluss auf der Unterseite unter einer Gummiklappe (Dies war mir vorher so nicht bewusst). Die Watch R sah bedeutend besser aus, fühlte sich aber an wie eine billige Casio aus dem vorherigen Jahrtausend. Die Qualitäten der Displays konnte ich mir bei beiden nicht ansehen, da die Akkus aller ausgestellten Uhren leer waren.
• Media Markt Nr. 3 (Neunkirchen) hatte immerhin eine silberne Moto 360 da, diese aber strategisch günstig im blickdichten Unterteil einer Verkaufstheke versteckt (Lt. Verkäufer war der Präsentationsständer für die Moto 360 noch nicht geliefert worden, deshalb hat man die Uhr vor kaufwilligen Interessenten vorsorglich versteckt!) Die Uhr (Akku natürlich leer) gefiel und passte auch an meinem Arm. Dummerweise hatte man nur exakt dieses eine Vorführmodell auf Lager. Also wieder nix.
• Mittlerweile war ich etwas schlauer und suchte online nach Märkten, die die Moto 360 in silber vorrätig hatten. In Media Markt Nr. 4 (Saarbrücken, Saarbasar) wurde ich dann fündig. Der Verkäufer wusste auch direkt, dass er eine silberne Moto 360 auf Lager hatte, musste diese aber erst einmal in allen Schränken, die zur Handy-Abteilung gehörten, suchen. Irgendwann wurde er dann aber doch fündig und konnte mir eine originalverpackte, ungeöffnete Moto 360 in silber aushändigen.

Tja, und jetzt habe ich seit etwas mehr als einer Woche eine Moto 360 als ständigen Begleiter 

To be continued…


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Alle Inhalte auf dieser Seite Copyright Oliver W. Leibenguth

Topics: Hardware | 5 Comments »

5 Responses to “Von einem der auszog eine Smartwatch zu kaufen…”

  1. ibaetze Says:
    Januar 31st, 2015 at 17:50

    @compuseum Viel Freude mit der 360!

  2. Kabbutschino Says:
    Januar 31st, 2015 at 17:56

    @compuseum und, wie ist sie so? Mir gefällt se auch am besten in silber #moto360

  3. PDA Nr. 334: Motorola Moto 360 | Olivers virtuelles PDA-Museum Says:
    Februar 11th, 2015 at 21:56

    […] Von einem der auszog eine Smartwatch zu kaufen… | […]

  4. Ein langer Weg | Olivers virtuelles PDA-Museum Says:
    Mai 1st, 2015 at 12:22

    […] Zuerst waren es einige Uhren von Samsung, die schon einmal zeigten, was mittlerweile möglich ist. Dann erschien mit Android Wear ein auf Smartwatches zugeschnittenes Betriebssystem und  nach und nach auch Uhren mit diesem Betriebssystem. Als dann auch endlich runde Smartwatches erschienen, habe ich auch wieder zugeschlagen. Aber das ist eine andere Geschichte. […]

  5. Jahresrückblick 2015 | Olivers virtuelles PDA-Museum Says:
    Dezember 31st, 2015 at 16:27

    […] Highlight war wohl der Kauf der Moto 360 (darüber habe ich ja einiges geschrieben). Auch wenn eine Smartwatch nach wie vor nur ein schickes Spielzeug ist, ist es doch immerhin ein […]

Comments

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